Donnerstag, 29. April 2010

Zwischenhäusliche Gespräche

Heute Abend hat sich dann doch noch was erzählenswertes ereignet: Catha von nebenan hatte Dinge gegen Matzes Fenster geworfen und daraufhin haben die beiden begonnen von beiden Treppenhausfenstern der 1. Obergeschosse aus eifrig Konversation zu betreiben. Daraufhin bin ich dazugestoßen und musste miterleben, wie Catha (unterstützt von Jessie) mit grob gezielten Würfen Matze Müsliteilchen in den Mund zu werfen versuchte. Natürlich war bald alles voll von diesen kleinen Krümelwesen, die aber nicht lange der sog. Matz'schen Verschlingung standhielten.

Das Gespräch lief weiter und die Fenster wurden gewechselt: Ich an Matzes stelle im Gang bzw. Treppenhaus, Matze durch sein eigenes Fenster, dessen Zugang zuerst durch Monitor und Fliegennetz erschwert wurde, und Jessie im Erdgeschoss gegenüber. Natürlich mussten wir, kaum war dort unten der Rollladen hochgezogen, das dahinter befindliche Zimmer genaustens analysieren. Dort befand sich nach intensiver Prüfung nicht nur eine klinkenlose Tür direkt hinter ihrem Bett zum nächsten Raum sondern auch eine bedeutende Menge an verspeisbaren Köstlichkeiten. Dieses Vorhandensein an Nahrung weckte in mir den Drang Angebote, welche auf das Schenken ebensolcher Lebensmittel zielten, anzunehmen und ich aß 1,2,3 oder 4 Stücke einer kalten und daher sehr leckeren von Jessie selbstgemachten Mais-Salami-Pizza. Das letzte Stück ging an Matze gr., der den Deal "Eis gegen Pizza" eingegangen war. Als kleines Extra gab es außerdem noch für Matze, Matze, Jochen und mich jeweils ein Kinder-Country, was natürlich auch keiner auschlagen konnte, auch wenn Jochen sich erst gesträubt hatte.

Nach und nach waren dann fast alle aus unserer WG draußen, um dem mündlichen Austausch beizutreten. So kam es, dass dann auch Basti und später auch Seb, welcher bei Willi des Fußballs gefröhnt hatte, zwischen den Welten standen. Die Themen wandten sich von Lasagnefesten als Kombinationsfeier unserer beiden Häuser über Semesterplanung Anno 2011 bis hin zu homo- und heterozygotischen Eigenschaften hinsichtlich gut oder schlecht.

Jetzt, nachdem ich schon eine Weile hier schreibe, merke ich allmählich das angenehme, sättigende Gefühl, das sich einstellt, wenn man 5 Tassen Erdbeer-Sahne-Tee und ca. 4 Stück Pizza zu sich genommen hat.

Fazit: Ich bin froh, dass ich eine solche Nachbarschaft und WG erleben darf. So bekommt man selbst nach einem langweiligen Tag noch ein kleines Highlight und kann beruhigt schlafen gehen, in dem Gefühl etwas erlebt zu haben.

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Soso ... ein Kommentar also... nagut ....